Runter von den Pfunden

Leicht und schlank – über den Weg nach Innen

von Robert Betz
 

Unzählige Menschen in Europa tragen schwer an ihren Pfunden und ihre Zahl steigt ständig. Eine ganze Industrie hat sich ihrer angenommen und versucht, sie im „Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit“ zu unterstützen. Ein Dauerkampf, wie die Betroffenen wissen.

Sollten auch Sie zu den übergewichtigen Menschen gehören, so wissen Sie sich in guter Gesellschaft mit Millionen anderen. Es gibt viele, die damit leben können und auch ganz glücklich dabei aus ihren Augen schauen, und all diesen Menschen möchte ich kein Problem einreden. Aber bei vielen ist das Übergewicht verbunden mit Gefühlen der Unzufriedenheit, der Selbstquälerei, vor allen Dingen der Selbstverurteilung. Das scheint mir eines der größten Probleme zu sein – nicht nur des pfundigen Menschen. Viele schämen sich ihres Körpers – es geht also um die Energie der Scham, auch um Schuldgefühle – und fühlen sich wie Menschen zweiter Klasse. Hören Sie auf, Ihre Pfunde zu verurteilen, die sind völlig unschuldig. Ihre Pfunde weisen Sie auf Ihre inneren Baustellen hin, wie ich sie gerne nenne, die darauf warten, abgebaut zu werden. Und wenn Sie sich diesen Baustellen liebevoll widmen und sie in Frieden auflösen, dann haben Ihre Pfunde keine Existenzberechtigung mehr ...

Durch die Schwere hindurch zur Leichtigkeit
Das Leben vieler übergewichtiger Menschen fühlt sich alles andere als leicht an. Dabei ist es gerade die Leichtigkeit im körperlichen Bereich wie im Leben, was diese Menschen, und vielleicht Sie selbst auch, am meisten wünschen ...

Wir gelangen jedoch nicht zur Leichtigkeit, wenn die Schwere abgelehnt und bekämpft wird. Nehmen wir einmal an, dass Ihr Leben bisher mehr oder weniger schwer war bzw. Sie schwere Zeiten in Kindheit und Jugend hinter sich haben und dass Sie mit einem schweren Körper durch das Leben laufen. Wollen Sie in Zukunft ein Leben in Leichtigkeit erschaffen und leben, dann ist hierzu Folgendes absolut notwendig: Dass Sie die Schwere in Ihrem Leben und in Ihrem Körper bewusst wahrnehmen, bejahend fühlen und erkennen, dass Sie diese selbst erschaffen haben. Danach dürfen Sie diese Schwere anerkennen, würdigen, ihr danken und sie dann liebevoll entlassen. Das heißt, der Weg in die Leichtigkeit (des Körpers oder des Lebens) führt immer durch die Annahme der Schwere hindurch. Solange Sie denken, die Schwere ist schlecht, aber die Leichtigkeit ist gut, verhindern Sie den Weg zur Leichtigkeit. Mit der Schwere, die jetzt (noch) in uns oder auch in unserem Leben ist, dürfen wir Frieden schließen und erkennen, dass sie nie der Feind war und dass wir weder Opfer des Lebens noch unseres Körpers sind oder waren.

Ein häufiger Weg, die Schwere des Körpers zu erschaffen und zu vermehren, ist es, wenn wir immer wieder oder gewohnheitsmäßig verurteilen und uns (meist im Stillen) über dies und jenes beschweren. Hören Sie in das Wort hinein: Wer sich beschwert, wer oft NEIN sagt, kritisiert, verurteilt, reklamiert, selten zufrieden ist – der legt sich Schwere auf, der beschwert sich, seinen Körper und seine Seele.
Wem Ungutes widerfuhr, Verletzungen, Enttäuschungen, Demütigungen – der tut sich oft schwer zu verzeihen. Wir sagen hier, dass dieser Mensch nachtragend ist; er trägt auf seinem Körper oft große Gewichte, große Lasten, die schwer machen. Es sind die durch Verurteilung und Nicht-Vergebung selbst erzeugten Lasten.

Im Folgenden erläutere ich in Kürze einige häufige Gründe für Schwer- bzw. Übergewichtigkeit und stelle Ihnen einige Fragen, mit denen Sie überprüfen können, ob diese Gründe auch für die Entstehung Ihrer Pfunde eine Rolle spielen. Wer sich diese Fragen ehrlich beantwortet – am besten schriftlich –, beginnt, sein inneres Wissen über sich und seinen Körper zu aktivieren.

1. Der Versuch, die innere Leere zu füllen.
Viele von uns haben entweder seit der Kindheit oder zu einem späteren Zeitpunkt das Gefühl einer inneren Leere, eines seelischen Hungergefühls entwickelt, verbunden mit meist unbewussten Gedanken wie: „Mir fehlt irgendwas, aber ich weiß nicht, was es ist.’“ Es fühlt sich für viele wie ein inneres Loch an, das gefüllt werden will. Fragen Sie sich bitte:

  • Habe ich in meinem Leben das Gefühl von Erfülltheit?
  • Führe ich ein erfülltes, glückliches Leben?
  • Erfüllt mich das, was ich tue im Alltag, z.B. meine Arbeit, meine Familie, meine Beziehungen zu Menschen usw.?

Versuchen Sie bitte nicht, diese Fragen mit Ihrem Kopf zu beantworten, sondern von Ihrem inneren Gefühl heraus, also aus dem Bauch heraus.

2. Verdrängte Gefühle der Kleinheit, Ohnmacht und Minderwertigkeit
Der übergroße, heißt dicke Körper stellt bei vielen Menschen eine Art „Gegengewicht“ zur tief innen gefühlten Kleinheit, Ohnmacht und Minderwertigkeit dar. Das heißt , in vielen sehr dicken Menschen sitzt innen ein Wesen, das sich alles andere als wirklich groß fühlt, sondern eher klein, ängstlich und minderwertig und sich nicht seiner Schöpferkraft und damit seiner Macht bewusst ist, das eigene Leben in die eigenen Hände zu nehmen und zu gestalten.

Fragen zur Selbstprüfung:

  • Habe ich oft das Gefühl, dass andere Menschen viel erfolgreicher, kraftvoller, mächtiger sind als ich und fühle ich mich in der Anwesenheit solcher Menschen oft unterlegen, schwach, hilflos oder ängstlich?
  • Bin ich stolz auf meine bisherige Lebensleistung?
  • Fühle ich mich als einen wertvollen Menschen voller Schätze und Talente?
  • Gehe ich schwierigen Menschen oder Situationen öfter aus dem Weg?
  • Hatte ich als Kind oft Angst, nicht groß zu werden oder das Gefühl, zu klein geraten zu sein?
  • Habe ich von meiner Mutter oder von anderen Erwachsenen oft den Satz gehört: „Iss was, damit du groß und stark wirst!“ oder sorgenvolle Sätze wie: „Ich weiß nicht, wie ich dich groß kriegen soll?“

3. Schutz vor unangenehmen anderen Gefühlen und vor einer ablehnenden Umwelt
Viele Menschen haben in der Vergangenheit Phasen erlebt, in denen sie unbewusst das Gefühl hatten, sich ein „dickes Fell“ zulegen zu müssen, um das Leben samt unangenehmen, krisenreichen Situationen zu ertragen. Da sie nie gelernt haben, ihre Verantwortung für die eigenen Gefühle der Wut, der Trauer, der Angst, der Schuld oder der Scham zu übernehmen und diese bejahend zu fühlen und auszudrücken, haben sie diese Emotionen in sich hineingefressen, anstatt sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen und diese angemessen auszudrücken.

Der dicke Körper kann also auch als vermeintlicher Schutz verstanden werden, sich nicht nur vor körperlicher, sondern auch vor seelischer Nähe zu anderen Menschen zu schützen. Der Hintergrund sind meist schmerzhafte Erfahrungen in nahen Beziehungen, sei es zum anderen Geschlecht oder aus der Kindheit.

Diese seelische Wunde wartet auf Heilung, und sollten Sie spüren, dass dies auch bei Ihnen zutrifft, lade ich Sie ein, Ihre Verantwortung zur Heilung dieser Wunde zu übernehmen. Denn wo die Angst vor erneuter Verletzung im Innern vorherrscht, da ist die Verletzung im Geist, in der Vorstellung ja immer schon geschehen – und aus dieser Vorstellung heraus erzeuge und nähre ich den Schmerz im Innern immer wieder.

Fragen zu Selbstprüfung:

  • Auf welche Weise haben ich schwierige Phasen meines Lebens überstanden?
  • Habe ich innerlich dicht gemacht, meine Gefühle nach innen verdrängt, mir vielleicht einen Schutzpanzer zugelegt gegen eine Umwelt, die ich oft als lieblos, feindlich und verletzend wahrgenommen habe?
  • Komme ich mir gefühlsmäßig im Leben oft ungeschützt und schwach vor?
  • Wünscht sich mein Kopf oft Harmonie im Leben mit anderen Menschen, obwohl es in mir oft „kocht“?
  • Sitze ich schwierige Situationen gerne aus, d.h. hoffe ich manchmal oder oft, dass sich offensichtliche Konflikte oder Probleme von selbst erledigen, ohne dass ich tätig werden muss?

4. Süße Sachen als Ersatz für Liebe und Zärtlichkeit
Viele Menschen leiden unter dem Zwang, Süßigkeiten oder süße Flüssigkeiten zu sich zu nehmen – besonders wenn es ihnen nicht gut geht. Dies hat oft den Ursprung in der Kindheit, als wir ein Bonbon oder anderes Süßes erhielten als Trostpflaster für Enttäuschungen oder andere unangenehme Ereignisse. Die Süße in Nahrungsmitteln, der Zucker, steht symbolisch für die Süße des Lebens, nach der wir uns in seelischer Hinsicht sehnen, die aber nur in Form erfahrener Liebe und Selbstliebe wirklich nähren und sättigen kann.

Fragen zur Selbstprüfung:

  • Wurde ich als Kind von Mutter, Oma oder anderen oft mit Süßem getröstet und ver- tröstet, wenn es mir nicht gut ging?
  • Habe ich große Schwierigkeiten, mich selbst zu lieben und so anzunehmen, wie ich bin?
  • Habe ich vielleicht schon Probleme mit meiner Bauchspeicheldrüse gehabt?
  • Produziert sie vielleicht zu wenig Insulin?

5. Schutz vor sexueller Attraktivität
Besonders bei Frauen ist die Dickleibigkeit oft ein Schutz davor, von Männern als sexuell attraktiv angesehen zu werden. Dies resultiert aus verletzenden oder enttäuschenden Erfahrungen in intimen Beziehungen oder aus Erfahrungen des Missbrauchs, die weit zurückliegen können ...

Fragen zur Selbstprüfung:

  • Komme ich mir als eine attraktive Frau vor?
  • Liebe ich es, wenn mich Männer länger oder direkt anschauen oder sogar mit mir flirten?
  • Habe ich gewichtsmäßig nach der Geburt eines Kindes deutlich zugelegt?
  • Habe ich jemals wirklich Lust gehabt, mich sexuell zu öffnen und intimste Nähe, auch auf seelisch-geistiger Ebene zuzulassen?
  • Spüre ich oft Widerstände, meinen Mann oder Männer nahe an mich rankommen zulassen?
  • Denke ich oft verurteilend über die sexuellen Begierden oder Verhaltensweisen von Männern?
  • Habe ich mich schon für meine eigenen sexuellen Gefühle und Gelüste geschämt?
  • Empfinde ich Sexualität vielleicht im weitesten Sinne als etwas Schmutziges?
  • Habe ich das Gefühl, mich nach einem sexuellen Kontakt wieder intensiv reinigen zu müssen?

6. Fortsetzung von Essgewohnheiten, die in der Kindheit eingeübt wurden
In vielen Familien nimmt die Bedeutung des Essens eine übergroße Rolle ein. Oft gibt es ständig etwas zu essen oder zu futtern und bei den Mahlzeiten ist es vielen wichtig, dass immer viel mehr als genug da ist. Aus den Zeiten des Mangels leben im Bewusstsein vieler Mütter noch Sätze wie: „Iss alles auf, damit die Sonne morgen scheint“ oder in härterem Ton: „Hier wird gegessen, was auf den Teller kommt..“ In vielen Familien, besonders in Deutschland, wird die Mahlzeit nicht als ein genussvolles Ereignis erlebt, zu dem man sich Zeit nimmt, sondern als eine Notwendigkeit, bei der schnell möglichst viel hinuntergeschlungen wird ...

Fragen zu Selbstprüfung:

  • Sind meine Eltern oder einer von ihnen auch übergewichtig?
  • Hatte Essen in meiner Herkunftsfamlie eine ganz wichtige Bedeutung, die mit Ernst und Zwang erledigt wurde?
  • Musste ich zu Hause oft alles aufessen und z.B. so lange sitzen bleiben, bis der Teller leer war?

Viele Menschen haben in Kindheit und Jugend Situationen erlebt, in denen sie sich klein, schwach und machtlos fühlten angesichts von Menschen, die sich ihnen gegenüber oft als dominant, übermächtig, bestimmend und Macht ausübend verhielten. Auf das hierdurch erzeugte innere Gefühl von Kleinheit und Machtlosigkeit folgten dann zusätzlich meist noch Gefühle der Scham und der Trauer. All diese Gefühle wollen wir Menschen nicht wirklich fühlen und tun alles, um sie zu verdrängen und nicht mehr zu spüren ...

Was aber von uns früher immer wieder gefühlt wurde, sitzt uns buchstäblich in den Knochen oder im Fleisch und kann so lange nicht aus uns weichen, bis wir uns dieser Gefühle bewusst angenommen, heißt, sie bewusst und bejahend gefühlt haben, damit sie unsere Zellen verlassen können.
Ich lade Sie ein, Ihren Krieg gegen Ihren eigenen Körper zu beenden. Dieser Körper – egal wie er heute aussieht – verdient Ihre ganze Liebe und Annahme. Entscheiden Sie sich zum Friedensweg mit und in diesem Körper und Sie werden manches Wunder und Wunderbare mit ihm erleben.

Internet: www.robert-betz.de

Robert Betz hat freundlicherweise
5 x Doppel-CD “Pfundig! Pfundig! – Leicht und schlank über die Seele"
5 x Doppel-CD “Runter von den Pfunden! – Ein Meditationsprogramm für Schwergewichtige”
zur Verlosung für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt.
Schicken Sie eine Postkarte mit dem Stichwort “Runter von den Pfunden” an

WEGWEISER Magazin, Gladbacher
Str. 26-28, 50672 Köln.


Die Gewinner werden in der nächsten Ausgabe bekannt gegeben.

Viel Glück!!!!
wünscht Ihr WEGWEISER-Team


Vorträge und Meditationen auf CDs zu diesem Thema von Robert Betz:

Pfundig! Pfundig
Vortrag auf CD

Runter von den Pfunden!
Ein Meditationsprogramm für
Übergewichtige
7 Medidationen auf Doppel-CD

Deinen Körper mit Liebe heilen
Wie unser Körper gesund wird und bleibt
2 Meditationen auf CD

 


E-Mail: bestellung@robert-betz.de
Büro Robert Betz,
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